Wenn Jemand sich 50 Mal am Tag die Hände wäscht, wenn das Tank-Top immer wieder an- und ausgezogen werden muss, um es „vollkommen richtig auszuführen“ oder wenn der Drang besteht den immer gleichen Gegenstand anzutippen, dann spricht man von einer Zwangsstörung.
Bei diesem Krankheitsbild entsteht ein Zwangsgedanke, der sich immer wieder in das Gedächtnis des Betroffenen einrichtet (z.B. Die Sportschuhe sitzen nicht richtig.). Dass der Betroffenen versucht den Gedanken zu vergessen, sich ablenkt oder ihn ignoriert, ist meist ein hoffnungsloser Weg. Schließlich wird die Person aufgrund des Zwangsgedanken dazu gebracht die Zwangshandlung durchzuführen (z.B. Sportschuhe 10 Mal aus- und wieder anziehen). Dabei wird die Handlung nach festen Regeln (z.B. bei den Sportschuhen erst den rechten Schnürsenkel nehmen und dann den linken) und in einer sehr heterogenen Form durchgeführt.
Meist ist die Störung nicht selbstständig zu beheben, sondern muss mit professioneller Hilfe wie Psychotherapie, Sporttherapie, Kognitionstraining, Entspannungstraining behandelt werden.
Tags: Krankheit, Probleme, Psychotherapie, Therapeut, Zwangsstörungen
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